Personaldienstleister vs. Personalvermittler – Unterschiede & Vertragsmodelle


Personal-Outsourcing, Personal-Leasing, Zeit- und Leiharbeit – all diese Modelle sind Ausgestaltungen der Leistungserbringung von Personaldienstleistern und -vermittlern. Häufig kommt es dabei zur Gleichsetzung beziehungsweise zur Verwechslung beider Tätigkeiten. Personaldienstleister und Personalvermittler unterscheiden sich jedoch wesentlich nicht nur auf fachlicher, sondern insbesondere auf rechtlicher Ebene, insbesondere durch differenzierte Vertragsmodelle. Verschaffen Sie sich im Folgenden einen Überblick.


Die ideale Personalbesetzung finden – welche Modelle gibt es?


Ob es sich bei dem Einsatz von externem Personal um die Erbringung einer Personaldienstleistung durch qualifizierte Spezialisten oder um Zeit- oder Leiharbeit handelt, hängt von dem zugrundeliegenden Vertragsmodell ab. Grundsätzlich wird zwischen einem Dienstvertrag und einer Arbeitnehmerüberlassung unterschieden.

Bild HR Recruiting Personalauswahl


Die Unterschiede zwischen einem Dienstvertrag und einer Arbeitnehmerüberlassung auf einen Blick:

  1. Ein Dienstvertrag kommt dann zustande, wenn ein Arbeitgeber die gegenüber einem Drittunternehmen vertraglich festgehaltenen Dienste nach eigenen betrieblichen Voraussetzungen organisiert und dabei auf Arbeitnehmer zurückgreift, die seiner Weisung unterliegen.
  2. Eine Arbeitnehmerüberlassung hingegen liegt laut BAG (Arbeitnehmerüberlassung im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 AÜG) dann vor, wenn ein sogenannter Entleiher Arbeitskräfte, die ihm von einem Verleiher vermittelt werden, in seinen Betrieb eingliedert und ihm die Weisungsbefugnis über jene Arbeitnehmer obliegt.

Der Dienstvertrag: Personaldienstleistungen outsourcen

Es liegt somit ein konkreter Auftrag für eine definierte Dienstleistung vor. Die Organisation und die Betreuung des Fremdpersonals übernimmt weiterhin der Personaldienstleister, der zudem auch das formale Weisungsrecht über die Arbeitnehmer behält. Ein Dienstvertrag wird somit für die Erfüllung einer konkreten Personaldienstleistung vereinbart.

Bild HR Recruiting Personalauswahl


Die Arbeitnehmerüberlassung Leiharbeit in gesetzlich reglementierten Rahmen

Eine Arbeitnehmerüberlassung, Zeit oder Leiharbeit ist durch den Gesetzgeber streng reglementiert und an eine Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit gebunden (§ 1 Abs. 1, § 2 AÜG). Die rechtlichen Bedingungen und Voraussetzungen eines Leiharbeitsverhältnisses sind aus diesem Grund detailliert im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) beschrieben und geregelt. Liegt eine solche Arbeitnehmerüberlassung vor, wird ein Arbeitnehmer von einem Arbeitgeber, dem Verleiher, einem Dritten, dem Entleiher, für einen begrenzten Zeitraum und gegen ein Entgelt überlassen. Tritt diese Konstellation in Kraft, spricht man von Zeit- oder Leiharbeit. Das arbeitsrechtliche Weisungsrecht liegt in diesem Fall bei dem Entleiher selbst, also dem Kunden des Personaldienstleisters.


Sie haben Interesse an unseren Personaldienstleistungen? Kontaktieren Sie uns!