Führung in Zeiten von Corona:
Die Führungsqualitäten der Zukunft


Mitarbeiterführung im Distanz-Modus, Führung in Zeiten mobilen Arbeitens ist mit Beginn der Homeoffice-Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für viele Führungskräfte nicht nur zu einer neuen Normalität, sondern auch zu einer täglichen Herausforderung geworden. Das Arbeitsumfeld, in welchem wir uns seit mittlerweile einem Jahr bewegen, verändert sich ungewohnt schnell. Für Führungskräfte bedeutet dies die Etablierung von neuen Prozessen in kürzester Zeit. Um den Strukturwandel erfolgreich zu meistern, sind flexible Führungsqualitäten gefragt. Wir definieren „flexibel“ und werfen einen Blick auf notwendige Führungskompetenzen in Corona-Zeiten.



Ein Jahr mobiles Arbeiten und Homeoffice: Wie bewerten Führungskräfte die vergangenen Monate?


Mit der Umstellung auf die Arbeit im Homeoffice ist in vielen deutschen Betrieben ein Novum geschaffen worden. Folglich stehen Führungskräfte und ihre Mitarbeiter seit über einem Jahr vor der Herausforderung, die fehlende räumliche sowie persönliche Nähe zu ihren Kollegen zu schaffen. Eine empirische Studie des Unternehmens Hays, ebenso ein Dienstleister für Personallösungen wie die peepz GmbH, in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Rheingold aus dem Juli 2020 ergab, dass 70 % der 750 befragten Führungskräfte im Homeoffice einen höheren Zeitaufwand für die Betreuung ihrer Mitarbeiter aufwenden. 65 % der Studienteilnehmer gaben zudem an, klarere und konsequentere Anweisungen geben zu müssen. Mit Erfolg. Denn bei knapp 75 % der Befragten überwiegt die Zufriedenheit bezüglich der Arbeitsergebnisse ihrer in Heimarbeit tätigen Mitarbeiter. Auf die Frage, welche Leadership-Qualitäten ihrer Ansicht nach in Zukunft an Relevanz gewinnen, antworteten 45 % der befragten Führungskräfte mit einer ergebnisorientieren Führung, die sich durch Flexibilität und mehr Einforderung von Selbstständigkeit auszeichne. 47 % der Befragten streben zudem eine aktivere Vorbildfunktion an.1
Bürokaufmann mit Laptop und Kaffe
Tendenzen, die die von Experten schon länger beobachtete Zäsur in deutschen Chefetagen stetig vorantreibt. Statt des „knallharten Sanierers“, wie es Nicolas von Rosty, Deutschlandchef bei der Personalberatung Heidrick & Struggles, in einem Gastkommentar im Handelsblatt beschreibt, brauche es Führungskräfte, die „aus dem Wohnzimmer heraus ein Wir-Gefühl erzeugen, um die Mannschaft zusammenzuschweißen".2
Eine Anforderung, die neben fachlichem Know-how vor allem ausgeprägte sozial-kommunikative Kompetenzen voraussetzt – und nicht nur Mitarbeitern, sondern auch ihren Abteilungsleitern, Heads und Teamleads jede Menge Selbstreflexion abverlangt.

Ein Ausblick: Führungskompetenz während und nach der Corona-Krise

Lachende Geschäftsfrau die frontal in die Kamera schaut

Neben der Entwicklung von Strategien und der Etablierung von Prozessen ist die faire und professionelle Führung ihrer Mitarbeiter eine der Kernfunktionen von Führungskräften. Im Rahmen der Corona-Krise kristallisiert sich jedoch immer stärker eine weitere Facette der Mitarbeiterführung heraus. Es gilt, im gesamten Team eine möglichst offene und neugierige Haltung gegenüber flexiblen Arbeitsmodellen wie dem Homeoffice oder dem mobilen Arbeiten aufzubauen. Diese Ansicht teilt auch der St. Gallener Leadership-Professor Wolfgang Jenewein, der in einem Interview mit dem Harvard Business Manager jüngst sagte: „In den meisten Organisationen wurde in der Vergangenheit primär negatives Leadership praktiziert".3Der Experte führt an, dass es in vielen Unternehmen an Neugierde und Offenheit fehle, da den Mitarbeitern diese Eigenschaften in den vergangenen vier Jahrzehnten abtrainiert worden seien. Aufgrund der neuen Arbeitsumgebung in den eigenen vier Wänden und der damit verbundenen höheren Ablenkung, könne die intrinsische Motivation laut Jenewein am besten mit Nähe, Mitgefühl und einem emotionalen Zielbild aktiviert werden.4 Dass dies nicht nur Offenheit und Bereitschaft, sondern auch Talent, Mut und Pioniergeist von Führungskräften abverlange, bestätigt Franz Kühmayer in seinem Beitrag für das Zukunftsinstitut von Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx: „Wenn alles durcheinander gewirbelt wird, und nichts mehr sicher erscheint, sind rasche Reaktionsmuster gefragt, pragmatisches Vorgehen, das Beschreiten ungewöhnlicher Wege."5
Nicht unbedingt ungewöhnlich, sondern viel mehr effizient und innovativ – eine Beschreibung, die auf den Remote Service der peepz GmbH zutrifft. Die Konzeption und die Umsetzung der neuen Personallösung erforderten inmitten der ersten Lockdown-Maßnahmen im März 2020 neben Pioniergeist allerdings sehr wohl auch Mut – und somit eben jene Führungsqualitäten, die sich Experten wie Wolfgang Jenewein von Führungskräften wünschen.

Im Falle der peepz GmbH hat sich dieser Mut ausgezahlt – der innovative Remote Service ist ein echtes Zukunftsprodukt. Schließlich sprechen sich auch 78 % der Teilnehmer der Hays-Studie dafür aus, die Digitalisierung in ihren Unternehmen zukünftig verstärkt voranzutreiben


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1 https://www.hays.de/personaldienstleistung-aktuell/studie/anpassung-an-eine-neue-normalitaet-2020
2https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-interaktiv-locker-fortschrittlich-welcher-fuehrungsstil-sich-nach-corona-etablieren-wird/25984506.html
3https://www.manager-magazin.de/harvard/fuehrung/wolfgang-jenewein-wie-manager-neuen-herausforderungen-begegnen-sollten-a-00000000-0002-0001-0000-000161308119
4https://www.spiegel.de/karriere/tipps-fuer-fuehrungskraefte-in-der-corona-krise-so-fuehren-sie-jetzt-a-134ddf89-c1cf-4cca-99f0-b1fb7183710f
5https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/leadership/5-fuehrungskompetenzen-fuer-die-post-corona-wirtschaft/
6 https://www.hays.de/personaldienstleistung-aktuell/studie/anpassung-an-eine-neue-normalitaet-2020